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Liebe Leserinnen und Leser,
sehr geehrte Geschäftsfreunde,
die Europäische Union rief das Jahr 2013 zum Jahr der Luft aus. Das Umweltbundesamt gab bekannt, dass die Emissionen – unter anderem aus Industriebetrieben – dank strengerer Grenzwerte stark zurückgegangen sind. Die Staubbelastung der Luft sank seit 1990 um stolze 85,6 Prozent. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Abscheideanlagen dazu beitragen konnten. Unsere Filter kontinuierlich so weiterzuentwickeln, dass unsere Kunden beim Betrieb ihrer Maschinen und Anlagen auch sehr strenge Grenzwerte einhalten bzw. vielfach noch deutlich unterschreiten können, ist eine Heraus­forderung, die wir gerne annehmen. Mit unserem LUFTREIN-Magazin halten wir Sie über unsere Neuerungen auf dem Laufenden.

Abscheideanlagen von Keller Lufttechnik sorgen teilweise dafür, dass die an Bearbeitungsmaschinen abgesaugte und gereinigte Luft hinterher so sauber ist, dass Kunden ihre Anlagen mit Umluft betreiben können. Das zeigt das Beispiel der MMG Mecklenburger Metallguss GmbH in diesem Heft. Eine Umluftführung ist ein wichtiger Umweltaspekt: Auf diese Weise wird deutlich weniger, meist teuer zu erwärmende, Frischluft benötigt. In vielen Fällen ist jedoch – schon um Geruchsbelastungen zu vermeiden – ein Betrieb der Abscheideanlagen mit Abluft unumgänglich. Keller Lufttechnik bietet seine Anlagen daher auch in Kombination mit einem Wärmetauscher an.

Das Gerät überträgt die Wärme der Abluft auf die im Ausgleich einströmende Zuluft und spart damit sehr viel Heizenergie ein. In diesem LUFTREIN-Heft berichten wir darüber am Beispiel des Keller Lufttechnik-Kunden EWS.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe und freuen uns, wenn Sie mit Ihren Fragen und Anmerkungen auf uns zukommen!


Horst KellerFrank Keller


ProTERM – Wertvolle Wärme aus Prozessabluft zurückgewinnen

Als „Nebenprodukt“ entsteht bei vielen Herstellungsprozessen etwas, das heute wertvoll ist – warme Luft. Sie wird abgesaugt, passiert den Filter und entweicht häufig ins Freie. Dabei könnte die enthaltende thermische Energie für die Hallenheizung nützliche Dienste leisten. Um dieses Potenzial zu heben, bietet Keller Lufttechnik seinen Kunden den Wärmetauscher ProTERM an, der in Kombination mit Nass-, Trocken- und Aero­­solabscheidern betrieben werden kann.

Während Energieeinsparmöglichkeiten bei der Konstruktion von Maschinen und Anlagen nach dem Stand heutiger Technik oft weit­gehend ausgeschöpft sind, verfügen viele Betriebe noch über große ungenutzte Energie­potenziale in der Abluft aus ihren Produktions­­prozessen. Abscheideanlagen, die mit Fortluft betrieben werden müssen, blasen vielfach teuer erwärmte Luft einfach ins Freie. Gleichzeitig muss die im Austausch frisch zugeführte Außenluft erst einmal erwärmt werden, damit es in der Halle nicht zu kalt wird. Der Fall ist ideal für den Einsatz eines Wärmetauschers, der die thermische Energie von einem Luftstrom auf den anderen überträgt und so sehr effizient dabei hilft, Energie einzusparen, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

ProTERM: nach drei Jahren macht sich die Anschaffung bezahlt
Keller Lufttechnik bietet seinen Kunden daher jetzt den Plattenwärmetauscher ProTERM für den Einsatz an Nass-, Trocken- und Aerosolabscheidern an. „TERM steht für Thermisches Energie-Rückgewinnungs-Modul“, erläutert Marcus Kraus von Keller Lufttechnik. Die Anschaffung des Geräts lohnt sich: „In der Regel hat sich die Investition nach etwa drei Jahren amortisiert.“

Spezialist für Prozessabluft
Das Gerät setzt einen Kreuzstrom-Plattenwärme­tauscher ein, der sehr effizient Wärme überträgt, die Luftströme aber in separaten Kanälen führt. Das ist deshalb wichtig, weil es sonst zu einer Kontamination der zugeführten Frischluft kommen könnte. „Auf große Luftmengen ausgelegte Rotationswärmetauscher, die vielfach für die Raumlüftung von Hallen im Einsatz sind, bieten diesen Vorteil zum Beispiel nicht“, erläutert Marcus Kraus. Bei dieser Form des Wärmetauschers dreht sich ein 2,5 bis drei Meter großes Rad, dessen Material die Wärme aus der Fortluft aufnimmt und an die zuströmende Frischluft wieder abgibt. „Unangenehme Gerüche und Aerosole aus der Abluft können so teilweise übertragen werden und zurück in die Halle gelangen.“ Die Nutzung eines eventuell vorhandenen Rotationswärmetauschers auch für die Prozessabluft sei daher nicht in allen Fällen ratsam.

Auch eine sukzessive Verschmutzung des Wärmetauschers durch die mit Reststaub behaftete Prozessabluft spricht manchmal gegen eine Integration dieses Luftstroms in die oftmals nicht öldicht ausgeführte Hallenlüftungsanlage. ProTERM dagegen ist speziell auf Prozessabluft zugeschnitten und öldicht aus Aluminium gefertigt. Gemeinsam mit Partnern entwickelt Keller Lufttechnik auch Gesamtkonzepte für Raum- und Prozesslufttechnik in Industriebetrieben. „Dann wägen wir ab, welches Konzept jeweils sinnvoll ist und ob eine zentrale Anlage oder dezentrale Einheiten die Anforderungen besser erfüllen“, erläutert Marcus Kraus.

Optional: integriertes Heiz- und Kühlregister
Kunden können die ProTERM-Anlage, die sich für Luftvolumenströme zwischen 8.000 und 12.500 Kubikmeter pro Stunde eignet, optional auch mit einem Heiz- bzw. Kühlregister
erwerben. Das hat folgende Vorteile: „Im Sommer wird die Zuluft am Wärmetauscher vorbei geführt und kann dann vom Kühlregister gekühlt in die Halle abgegeben werden“, erklärt Kraus. „An besonders kalten Wintertagen bietet das Heizregister die Möglichkeit, die Zuluft zusätzlich zu erwärmen.“ Außerdem können Kunden die Anlage ganz oder teilweise mit Umluft fahren und dazu nutzen, die Produktionsräume schnell und energieeffizient aufzuwärmen.

Mit Wärmerückgewinnung 95 Prozent der Heizenergiekosten sparen
Marcus Kraus hat den Einspareffekt durch den Einsatz von ProTERM errechnet: Ganz ohne Wärmerückgewinnung beläuft sich der Heizenergieverbrauch in unserer Beispielproduktion auf 94.091 Kilowattstunden pro Jahr. Nutzt der Betreiber einen Wärmetauscher für die Wärme aus der Raumabluft, kann er diesen Verbrauch um 72 Prozent senken.

Kommt zusätzlich ProTERM zum Einsatz, um auch die Wärme aus der Prozessabluft zurückzugewinnen, klettert der Umfang der Einsparungen auf stolze 95 Prozent. Der Verbrauch sinkt auf gerade einmal 3.648 Kilo­watt­stunden pro Jahr. ProTERM bringt dem Beispielunternehmen damit eine jährliche Kosten­ersparnis von 5.427 Euro. „Mit einem eigens dafür entwickelten Programm führen wir für Interessierte gerne eine individuelle Amortisationsrechnung durch“, sagt Marcus Kraus.

Fördermittel nutzen
Wer überlegt, ob der Einsatz einer ProTERM-Anlage im eigenen Unternehmen sinnvoll ist, sollte wissen, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine staatliche Förderung möglich ist. Keller Lufttechnik leitet gerne an entsprechende Stellen weiter. <

Kontakt: Marcus Kraus
Fon: +49 7021 574-158
E-Mail: kra@kl-direkt.de

www.keller-lufttechnik.de/Wärmerückgewinnung

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Die neue Produktionshalle (rechts im Bild) wurde 2012 eingeweiht. Im hinteren Teil des Daches befindet sich die Lüftungsanlage.


EWS: „Wärmerückgewinnung gehört selbstverständlich dazu.“

Für die Geschäftsführung der EWS Weigele GmbH & Co. KG in Uhingen waren ökologische Aspekte bei der Entscheidung für ein Lüftungskonzept in ihrer neuen, 2012 eingeweihten Produktionshalle zentral. Trotzdem entschieden sich die Verantwortlichen für ein
Den EWS-Geschäftsführern Frank und Matthias Weigele sind ökologische Aspekte bei der Entscheidungsfindung wichtig.
Konzept, das zunächst weniger Wärme zurückgewinnt, als die sonst in solchen Fällen zumeist genutzten Rotationswärmetauscher. Klima- und Lüftungsfachmann Daniel Baur erklärt, warum das realisierte Kreislaufverbundsystem in diesem Fall langfristig vorteilhaft ist.


Das weltweit tätige Maschinenbauunternehmen EWS Weigele GmbH & Co. KG aus dem baden-württembergischen Uhingen, das Werkzeugsysteme für nahezu alle CNC-Drehmaschinen und Dreh-Fräszentren entwickelt und produziert, weihte 2012 eine neue, etwa 5.000 Quadratmeter große Produktionshalle ein. 30 Werkzeugbearbeitungszentren sind dort im Einsatz. Abscheider von Keller Lufttechnik nehmen die mit Kühlschmierstoffen belastete Luft an den Maschinen auf, filtern sie über eine zentrale Anlage und geben die gereinigte Luft ins Freie ab. „Damit durch diese Absaugung in der Halle kein Unterdruck entsteht und sich so unangenehme Zugluft bilden kann, wird von außen entsprechend viel Frischluft über eine Lüftungsanlage zugeführt“, erläutert Ulrik Delles von Keller Lufttechnik.

„Rotationswärmetauscher sind kaum zu reinigen“
Für die Konzeption und Umsetzung dieses Belüftungssystems zeichnete sich das Unternehmen Herp Ingenieure GmbH & Co. KG aus Salach verantwortlich. Der zuständige Ingenieur Daniel Baur berichtet: „Bei Anlagen dieser Größe schreibt der Gesetzgeber den Einsatz einer Anlage zur Wärmerückgewinnung vor.“ Während in den älteren Hallen der EWS dafür Rotationswärmetauscher zum Einsatz kamen, entschieden sich die Fachleute bei der neuen Halle für ein sogenanntes Kreislaufverbundsystem. „Rotations­wärmetauscher, sogenannte Wärmeräder, besitzen, wenn sie neu sind, einen sehr hohen Wärmerück­gewinnungsgrad und sind für große Luftmengen hervorragend geeignet. Ihr Einsatz scheint
Das Absaug- und Belüftungssystem in der neuen Halle wird dem hohen Anspruch an eine umweltverträgliche Produktion gerecht.
sich daher anzubieten“, sagt der Fachmann. Trotz des hohen Abscheidegrads der Filteranlage verschmutzt der Rotor jedoch im Laufe der Zeit - wenn an besonders kalten Wintertagen die Dampfphase an den Tauscher­flächen kondensiert und zusammen mit dem Staub eine klebrige Schicht bildet. Zur Reinigung wäre ein Hochdruck-Dampfstrahler erforderlich, der jedoch die engen Waben aus dünnem Blech, aus denen der Rotor besteht, verbiegen würde. „Da verschmutzte Wärmeräder irgendwann kaum noch Wärme zurückgewinnen, sind auf längere Sicht andere, zunächst weniger effiziente, jedoch besser zur reinigende Systeme vorteilhafter“, berichtet Daniel Baur.

„Mit der Energieeffizienz der realisierten Lüftungsanlagen sowie mit dem Klima an den Arbeitsplätzen sind wir heute sehr zufrieden.“
Frank Weigele, Geschäftsführer der EWS Weigele GmbH & Co. KG


Verbundsystem: Solekreislauf verbindet getrennte Register
Geschäftsführer Frank Weigele entschied, setzt zwei Wärmetauscher ein. Jedes dieser Register besteht aus Lamellen, die von einem flüssigen Medium (Sole) durchströmt werden. Der Abluftstrom passiert eines der Register und gibt dabei einen großen Teil seiner thermischen Energie an die Sole ab. Eine Pumpe befördert die Sole innerhalb des Verbundsystems zum zweiten Wärmetauscher. Die kühlere Zuluft durchströmt dieses Register und nimmt dabei in der Sole enthaltene Wärme auf. „Die Register sollten turnusmäßig überprüft und gegebenenfalls mit einem scharfen Wasserstrahl gereinigt werden. Dann behält das System seine Leistungsfähigkeit“, sagt Baur. „Sein Wärmerückgewinnungsgrad liegt zwischen 60 und 70 Prozent. Das hängt auch vom Luftvolumenstrom ab: Je geringer er ist, desto mehr Wärme lässt sich im Verhältnis zurückgewinnen.“

Elektrische Maschinen „heizen“ mit
Bei voller Produktion reicht diese zurückgewonnene Wärme an den meisten Tagen völlig aus, damit die Halle angenehm temperiert ist. „Das liegt daran, dass dort viele elektrische Maschinen stehen, die einen Teil der aufgenommenen Energie in Form von Wärme an die Umgebung abgeben und dadurch kontinuierlich 'heizen'“, erläutert Baur. Bereits im Frühjahr sind manchmal Außentemperaturen erreicht, bei denen sich die Pumpe des Kreislaufverbundsystems automatisch drosselt oder ausschaltet, um so die Wärmerückgewinnung zu drosseln bzw. ganz zu stoppen.

Betonkernkühlung im Sommer
An heißen Sommertagen steht eine Wärmepumpe, die im Winter im Bedarfsfall das Heizsystem unterstützt, für eine sogenannte Betonkernkühlung zur Verfügung. „Kalte Flüssigkeit durchströmt dabei ein Rohrsystem im Boden und lädt so nachts die Bodenplatte auf. Tagsüber gibt sie die gespeicherte Kälte langsam wieder ab“, erläutert Baur.

„Das System wird unseren hohen Anforderungen gerecht“
Für die EWS-Unternehmensleitung waren – neben den guten Bedingungen an den Arbeitsplätzen – ökologische Aspekte bei der Entscheidung für dieses Konzept ausschlaggebend: „Gesellschaftliche Verantwortung hat auch in Bezug auf die Umwelt einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen. Bereits ab 2000 ließen wir im Rahmen unseres Energie­managementkonzeptes den ersten Wärmetauscher und eine Photovoltaikanlage einbauen, die Strom in einer Größenordnung von rund 155 Megawattstunden pro Jahr produziert“, berichtet Geschäftsführer Frank Weigele. „Das Absaug- und Belüftungssystem in der neuen Halle sollte diesem hohen Anspruch an eine umweltverträgliche Produktion gerecht werden. Mit der Energieeffizienz der realisierten Lüftungsanlagen sowie mit dem Klima an den Arbeitsplätzen sind wir heute sehr zufrieden. Gerne empfehlen wir das Herp Ingenieure- und Keller Lufttechnik-Team weiter.“

Was ist ein Wärmetauscher?
In einem Wärmetauscher überträgt sich thermische Energie von einem Medium auf ein anderes. Es handelt sich um gasförmige oder flüssige Medien. Das Wärme abgebende und das aufnehmende Medium können unterschiedliche Aggregatzustände aufweisen. Wärmetauscher kommen vor allem in Lüftungsanlagen, Solaranlagen, Heiz- oder Abwassersystemen zum Einsatz.


Unterschiedliche Wärmetauscher:

Rotationswärmetauscher (Wärmerad)
Ein Rotationswärmetauscher eignet sich gut für große Luftvolumenströme. Warme Ab- und kalte Zuluft durchströmen gleichzeitig eine sich drehende Speichermasse, die dabei Wärme von einem Strom auf den anderen überträgt. Die Anlage erreicht sehr hohe Wärmerückgewinnungswerte. Voraussetzung für den Einsatz ist, dass sich Zu- und Abluftströme räumlich zusammenführen lassen. Partikel und Gerüche können allerdings durch das sich drehende Rad von der Abluft- auf die Zuluftseite übertragen werden. Ist die Abluft stark kontaminiert, empfiehlt sich der Einsatz eines Rotationswärmetauschers nicht. Ein weiterer Nachteil: Das Rad lässt sich, wenn es sich im Laufe der Zeit zusetzt, in manchen Fällen schlecht reinigen.


Plattenwärmetauscher
In einem Plattenwärmetauscher, der sich für kleine bis mittlere Abluftmengen eignet, trennen wärmeleitende, wellenförmig profilierte Platten die Luftströme und übertragen die thermische Energie von einem auf das andere Medium. Einige Bauformen arbeiten mit parallelen, andere mit kreuzförmig verlaufenden Luftströmen. Der Einsatz eines Plattenwärmetauschers setzt ebenfalls voraus, dass sich die Zu- und Abluftströme örtlich zusammenführen lassen. Eine Verschleppung der Kontamination aus der Abluft auf die Reinluftseite ist unmöglich. Dadurch ist jedoch auch eine oft wünschens­werte Übertragung der Feuchte der Fortluft auf die Zuluft ausgeschlossen.


Kreislaufverbundsysteme
ESogenannte Kreislaufverbundsysteme besitzen den großen Vorteil, dass sie sich auch für räumlich getrennt liegende Ab- und Zuluft-Systeme eignen und daher vielfach für eine Nachrüstung ideal sind. Ein flüssiges Medium (meist ein Wasser-Glykolgemisch, die sogenannte Sole) verbindet zwei oder mehrere Wärmetauscher. Einer davon überträgt die thermische Energie aus der Abluft auf die Sole. Im zweiten Wärmetauscher gibt die Sole die thermische Energie wieder an die Zuluft ab. Auch bei dieser Wärmerückgewinnungsmöglichkeit kann es keinen Austausch von Stoffen zwischen Ab- und Zuluft geben. <

Kontakt: Ulrik Delles
Fon: +49 7021 574-226
E-Mail: de@kl-direkt.de

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Christel Schreiber, Geschäftsführerin der mks Metallbau Schreiber GmbH, freut sich über Aufträge mit Heraus­forderungen, wie die Herstellung solcher Rettungszüge für den Tunnelbau, die luftdicht schließen müssen.

Schwäbisches Metallbauunternehmen profitiert von kostensparendem Lackieranlagenbetrieb

Die mks Metallbau Schreiber GmbH aus Wolfschlugen bei Stuttgart lackiert viele große und komplexe Bauteile. Die Reinheit der Luft im Lackierraum ist wichtig für die Qualität der Arbeit und die Gesundheit der Beschäftigten. Als die alte Anlage, die Lackpartikel aus der Luft filterte, ersetzt werden musste, entschied sich das Unternehmen für RECLAIM von Keller Lufttechnik. Die überzeugende, praxis­er­probte Technik, lange Filterstandzeiten sowie die räumliche Nähe zum Anlagenhersteller gaben den Ausschlag.

Von der Konstruktion bis zum fertigen Produkt: Die mks Metallbau Schreiber GmbH aus Wolfschlugen bei Stuttgart bietet ihren Kunden aus den Bereichen Baumaschinen, Tunnelbau, Luftfahrt sowie allgemeiner Maschinenbau Metallteile und Baugruppen von höchster Qualität. „Unseren Kunden ist es wichtig, von uns Produkte zu beziehen, die sie so, wie sie sind, einbauen bzw. nutzen können. Dazu muss auch die Optik stimmen“, berichtet Christel Schreiber, die das 1969 von ihrem Vater Karl Schreiber gegründete Unternehmen als geschäftsführende Gesellschafterin leitet.

Nach dem Schweißen der Aluminium-, Stahl- und Edelstahlkonstruktionen steht daher zumeist eine anschließende Oberflächenbehandlung auf dem Programm. „Je nach Anwendungsgebiet und Kundenwunsch können wir nasslackieren, pulverbeschichten, verzinken, brünieren, sandstrahlen oder glasperlenstrahlen“, sagt die Geschäftsführerin des Traditionsbetriebs, der in den etwa 13.000 Quadratmeter großen Hallen rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Auch die mechanische Bearbeitung der Werkstücke durch Fräsen, Schleifen und Drehen erfolgt im Hause. Zuständig ist die BMS Blech- und Metalltechnik GmbH, deren Geschäftsführer Manfred Künstner unter anderem eine numerisch gesteuerte fünf-achs Fräsmaschine präsentiert, die komplizierte Teile von fünf Seiten gleichzeitig bearbeiten kann. Seit 1991 gehört BMS mit etwa 20 Beschäftigten als 100-prozentige Tochter zur mks Metallbau Schreiber GmbH.

Herausfordernde Sonderprojekte professionell umsetzen
Besonders reizvoll findet es die Geschäftsführerin, wenn sie und ihr Team gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für besonders komplexe Fragestellungen finden und professionell umsetzen können. „Ich staune jedes Mal, wie viel Kreativität das bei unseren Mitarbeitern freisetzt“, sagt sie.

Beispiele für solche Projekte sind riesige Elektroden-Tragarme aus Aluminium, die in der Stahler­zeugung zum Einsatz kommen, oder meterlange Rettungszüge für den Tunnelbau, die luftdicht sein müssen und so den Arbeitern im Ernstfall für zehn bis zwölf Stunden das Überleben sichern.


Lackiervorgang bei mks Metallbau Schreiber: Die Erfassungselemente, die die lackpartikelhaltige Luft aus dem Lackierraum absaugen, sind in die Wand integriert.




Alte Anlage erfüllt Leistungs­anforderungen nicht mehr
Die einzelnen Bauteile lackieren die Fachleute von mks Metallbau Schreiber in einer großräumigen Lackieranlage. „Wir arbeiten dabei von Hand. Für die großen Abmessungen, die viele der von uns bearbeiteten Werkstücke haben, gibt es keine automatischen Anlagen“, erklärt Christel Schreiber. Um beim Lackieren optimale Erge­bnisse zu erzielen und um für den im Lackierbereich aktiven Mitarbeiter ein gutes Raumklima zu schaffen, ist eine sehr gute Absaugung des anfallenden Oversprays besonders wichtig. „Unsere alte Anlage war in die Jahre gekommen. Ihre Leistung überzeugte uns nicht mehr und die ständigen Filterwechsel waren sehr kostenintensiv“, sagt Christel Schreiber. Letztes Jahr entschied sich das Unternehmen daher für ein neues System.

RECLAIM: Bei anderen Nutzern von Leistungsfähigkeit überzeugt
Die Wahl fiel auf RECLAIM von Keller Lufttechnik aus dem rund 20 Kilometer entfernten Kirchheim unter Teck. „Uns überzeugte die Technik, die uns Keller bot“, erklärt Christel Schreiber. Bei Besuchen in Unternehmen, die RECLAIM bereits im Einsatz haben, konnte sich die Geschäftsführerin mit anderen Anwendern austauschen und erfuhr, dass sich die Anlagen im Alltag bewähren. Bei der Entscheidung für die Anlagen­technik von Keller Lufttechnik spielte auch eine Rolle, dass das vorhandene Wärmerad weiter genutzt werden konnte.

„Uns überzeugte die Technik, die uns Keller bot.“
Christel Schreiber, Geschäftsführerin der mks Metallbau Schreiber GmbH


Räumlich ließ sich die neue, recht kompakte Anlage sehr gut unterbringen. Lediglich eine Mauer musste für den Einbau entfernt werden, was ohne viel Aufwand möglich war. „Neben diesen Faktoren war mir wichtig, nach Möglichkeit ein Produkt von einem Anbieter aus der Region zu erwerben. Im Bedarfsfall − zum Beispiel zur Wartung der Anlage − ist dann schnell ein Fachmann des Herstellers hier vor Ort“, sagt die Geschäftsführerin. „Der Preis spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. Am Ende entscheidet neben den preislichen und technischen Aspekten aber auch das Bauchgefühl darüber, welcher Hersteller zum Zuge kommt.“

mks Metallbau Schreiber baut Teile der neuen Anlage selbst
Inzwischen ist die neue RECLAIM-Technik seit einem Jahr bei mks Metallbau Schreiber im Einsatz. „Wir sind rundum zufrieden“, sagt die Metallbauerin und Maschinenbautechnikerin. Die Anlage läuft reibungslos. Besonders positiv und kostensparend wirken sich die langen Filterstandzeiten aus. Ist der Mitarbeiter mit Vorarbeiten oder dem Abtransport fertiger Werkstücke beschäftigt, ist aus
In drei RECLAIM-Modulen werden die Lackpartikel trocken abgeschieden.
Klima­tisierungsgründen die Absaugung zwar weiterhin aktiv, die Standzeit des Filters wird dadurch jedoch kaum beeinträchtigt. Die Erfassungselemente für die Lackaerosole sind in die Wand integriert. Die Partikel verschwinden in Schlitzen zwischen Metallplatten. „Diese Metallbauteile haben wir hier nach Plänen von Keller Lufttechnik selbst gefertigt. Das ist schließlich unser Spezial­gebiet“, erklärt Christel Schreiber. Da sich Lackreste auch auf den Metallplatten niederschlagen, riet Keller, die Elemente entweder mit Fett oder mit einer Folie so zu schützen, dass sich die feinen Lackschichten wieder entfernen lassen. mks Metallbau Schreiber entschied sich für Folien, deren grünliche Oberfläche die Metallplatten wie Glasscheiben aussehen lässt. An der Rückseite der Wand, außerhalb des Lackierraums, schließen sich umfangreiche Rohrleitungen und drei große Gehäuse mit Filtermodulen an.

Das Herz der Anlage: Innovative Filtertechnik
In diesen „Schränken“ befinden sich textile, selbsttragend konstruierte ProBran®-Filter­elemente. Sie sind das Herzstück der Anlage. Kalksteinmehl als sogenanntes Precoatmaterial bedeckt die Filter, findet aber aufgrund deren glatter, durch eine Membran geschützten Oberfläche keine Poren, um sich nachhaltig festzusetzen. Die Lackpartikel aus der einströmenden Abluft verbinden sich mit dem Hilfsstoff und bleiben auf der Filteraußenseite haften. Die Luft passiert den Filter und ist dann so partikelfrei, dass sie − wenn eine Lackierkabine mit Roboterbetrieb im Einsatz ist − sogar wieder zurückgeführt werden könnte“, berichtet Joachim Haußmann, Sales­manager bei Keller Lufttechnik. Wird von Hand lackiert, sei das jedoch nicht möglich, da sich Lösungsmitteldämpfe anreicherten und unangenehme Gerüche verursachten. Einen großen Teil des Energiespar-Effekts, den eine Um­luft­führung mit sich brächte, realisiert mks Metallbau Schreiber durch den Einsatz des bereits vorhandenen Wärmetauschers, der der Fortluft 70 bis 80 Prozent ihrer Wärme entzieht, bevor sie ins Freie entweicht.

Automatische Reinigung
Das Kalksteinmehl auf den Filterelementen wird unterdessen fortlaufend weiter mit Lack-Aerosolen beladen. Erreicht der Differenzdruck, der kontinuierlich gemessen wird, einen bestimmten Wert, reinigt die Anlage den Filter automatisch. Durch einen Druck­luft­impuls von 3,5 bar löst sich die obere Schicht des Kalksteinmehl-Lack-Belags und fällt in einen Behälter − den sogenannten Bunker − am Boden des Geräts. Die Stärke des Abreinigungsimpulses ist so gewählt, dass stets eine dünne Hilfsschicht auf den Elementen verbleibt. Da die Reinigung im laufenden Betrieb der Anlage erfolgt, muss der Filter immer durch eine Kalksteinmehl-Schicht vor ungewollten Aerosol-Ablagerungen geschützt bleiben.

Fluidisierung macht Filterhilfsstoff immer wieder neu nutzbar
Das im Bunker aufgefangene Gemisch kann viele Male wieder verwendet werden. „Einströmende Luft lockert es auf − wir sprechen von Fluidisierung −
Das Herzstück der Anlage: Die ProBran®-Filterelemente
und bläst es erneut an den Filter“, erläutert Keller-Ingenieur Haußmann. Ist das Kalksteinmehl im Auffangbehälter schließlich mit Lackpartikeln gesättigt, wird es ausgetragen. „Das kann auf Wunsch automatisch geschehen. mks Metallbau Schreiber entschied sich jedoch für die manuelle Variante“, sagt Haußmann. Die Kundin zieht es vor, selbst zu überprüfen, ob der Wechsel des Hilfsstoffs wirklich bereits nötig ist: „Ich habe gerade einen Mitarbeiter beauftragt, die Zusammensetzung des Gemisches zu kontrollieren.“ Sollte dies der Fall sein, rollt der Beschäftigte den Entsorgungsbehälter vor die Anlage, schließt den dafür vorgesehenen Schlauch an und saugt das Material ab. Neues Kalksteinmehl lässt er über ein Dosiergerät in das Rohrleitungs­system blasen, wo es zusammen mit der Abluft in die Filtermodule gelangt. „Sobald ein Lackiervorgang beginnt, gibt die Anlage übrigens fortlaufend geringe Mengen des Mehls zur einströmenden, partikelbelasteten Luft. Damit binden wir die klebrigen Aerosole bereits teilweise, so dass sie die Rohrleitungen weniger verschmutzen“, erläutert Haußmann.

Kosten sparen durch lange Standzeiten
Das ausgeklügelte System macht extrem lange Filterstandzeiten möglich: 15.000 Stunden garantiert der Hersteller. In der Praxis sind oft noch längere Nutzungszeiten möglich. Christel Schreiber wird daher erst in zwei Jahren erstmals über einen Filterwechsel nachdenken müssen. <



Kontakt: Joachim Haußmann
Fon: +49 7021 574-293
E-Mail: ha@kl-direkt.de
www.reclaim-keller.de

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Schiffs-Propeller haben einen Durchmesser von bis zu 11 Metern und ein Gewicht von rund 135 Tonnen.
Riesen von strahlender Schönheit

Südöstlich von Rostock stellt die Mecklen­burger Metallguss GmbH (MMG) riesige Schiffs­propeller her. Die Ansprüche des Marktführers an eine zeitgemäße, umweltschonende Produktion sowie an Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind hoch. In den Kabinen zum Schleifen und Waschen der großen Werkstücke kommen daher Anlagen von Keller Lufttechnik zum Einsatz, um Metallspäne und sogenannte Schlichtereste so gut aus der teilweise feuchten Abluft zu filtern, dass die Reinluft in die Kabinen zurückgeführt werden kann.

Gewaltige Propeller mit Durchmessern von bis zu elf Metern und einem Gewicht von rund 135 Tonnen treiben Handels- und Kreuzfahrtschiffe über die Ozeane der Erde. Solche Schiffsschrauben stellt das Unternehmen MMG in Waren an der Müritz her. Aus der 20.000-Einwohner-Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern treten viele der Kolosse Reisen nach China oder Korea an, bevor sie unter Wasser ihren Dienst tun. „Wir sind Weltmarktführer und vor allem in Asien sehr erfolgreich. Unsere Schiffsschrauben zeichnen sich durch ihre hohen Wirkungsgrade und den energiesparenden Betrieb aus“, berichtet Uwe Hemmann, technischer Leiter bei MMG. Möglich werde das unter anderem durch eine besondere Geometrie und die sorgfältige Verarbeitung im Werk in Waren.

Luftströmungen simuliert
Vor rund fünf Jahren entschied sich die Geschäftsführung für den weiteren Ausbau der Produktion an diesem Standort. „Damit war die Vergrößerung der Schleiferei verbunden und die Anschaffung einer neuen Anlage, um die Luft in der Kabine rein zu halten“, berichtet Hemmann. „Wir haben uns am Markt umgesehen, welche Technik verfügbar ist, und bei unseren Schwesterunternehmen von der DIHAG nachgefragt, was dort zum Einsatz kommt. Es zeigte sich, dass Anlagen von Keller Lufttechnik sehr stark vertreten und die Kolleginnen und Kollegen damit sehr zufrieden waren.“ Keller überzeugte die MMG-Fachleute zudem mit gut präsentierter, leistungsfähiger Technik und nicht zuletzt mit einer Simulation der Strömungsverhältnisse in der Arbeits­kabine. „Es ließ sich klar ablesen, wie sich die Staubpartikel verhalten, wie sich eine Absaugung auswirkt und mit welcher Endbelastung für den Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu rechnen ist“, erinnert sich der technische Leiter. „Gesundheitsschutz ist ein sehr wichtiger Aspekt für uns. Das belegt auch unser MMG-Managementsystem für Arbeits­sicherheit und Gesundheitsschutz, das nach OHSAS 18001 zertifiziert ist. Messungen an der inzwischen installierten Anlage zeigen übrigens, dass die in der Simulation errechneten Werte genau zutrafen.“

Energiesparender Umluftbetrieb
Eine effektive Reinigung der Abluft war den Fachleuten bei MMG auch deshalb ein besonderes Anliegen, weil sie die gereinigte Luft
Die abzusaugende Luft wird über Schlitze in der Wand schnell eingezogen.
in den Raum zurückführen wollten. „Es ist nicht mehr zeitgemäß, eine solche Kabine, die, um unsere Propeller zu fassen, ja entsprechende riesige Abmessungen hat, im Abluftbetrieb zu fahren und damit ständig teuer erwärmte Raumluft nach draußen zu blasen. Das bedeutet ja einen unglaublichen Energieverbrauch“, sagt Hemmann. Mittels eines Wärmetauschers ließe sich zwar ein Teil der Wärmeenergie wieder zurückgewinnen, die beste Methode ist es jedoch, die vorhandene, warme Kabinenluft so gut zu reinigen, dass sie im Gebäude bleiben kann. „Mit unseren Filtern klappt das problemlos. Wir unterschreiten mit 0,1 Milligramm pro Kubikmeter Luft den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert deutlich“, erklärt Thomas Peine, Projektverantwortlicher im Vertrieb bei Keller Lufttechnik. Diese hervorragende Filterleistung erreicht die Anlage bei gleichzeitig vergleichsweise niedrigem Filterwiderstand, so dass der Energieverbrauch für die Druckluft zur Abreinigung der Elemente niedrig bleibt. „Solche energieoptimierten Geräte macht uns so leicht keiner nach“, ist sich Peine sicher.

Umfassende Kostenanalyse
Bei der Beschaffung berücksichtigten Hemmann und seine Kollegen nicht nur die technische Leistungs­fähigkeit sowie die Investitionskosten für die Anlage. Wichtig war es ihnen zu erfahren, wie hoch die Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten sein würden.

„Häufiger Filterwechsel kann zum Beispiel die laufenden Kosten enorm in die Höhe treiben. Zu den Ausgaben für die neuen Filter kommen teilweise teure Ausfallzeiten hinzu, wenn wegen eines Filterwechsels die Arbeit am Werkstück unterbrochen werden muss. Da wir im Drei-Schichtbetrieb tätig sind, gibt es nämlich kaum Stillstandzeiten für Arbeiten an den Anlagen“, erläutert Hemmann. Keller Lufttechnik garantiert MMG Filterstandzeiten von 15.000 Betriebsstunden bzw. zwei Jahren. „In der Praxis sind die Filter vielfach problemlos sogar noch deutlich länger im Einsatz“, sagt Peine. Die Anlage in der MMG-Schleiferei ging 2009 in Betrieb und läuft seither störungsfrei. „Wir warten sie regelmäßig und hatten noch nie Anlass zu Reparaturen“, berichtet Hemmann.

„Uns ist es wichtig, Anlagen einzusetzen, die uns helfen, Energie zu sparen und unsere Arbeitsprozesse störungsfrei unterstützen.“
Uwe Hemmann, Technischer Leiter bei MMG


Entscheidung für weitere Anlage
Als das Unternehmen 2011 beschloss, den zuvor im Freigelände gelegenen Waschplatz nach innen zu verlegen, erhielt Keller
Die Rückführung der gereinigten Luft lässt sich stufenlos regeln.
Lufttechnik erneut den Auftrag, eine passende Absauganlage zu entwickeln. In der Kabine werden die Propeller mit einem Dampfstrahler von der sogenannten Schlichte, einem graphithaltigen Belag befreit, die ihnen vom Guss her noch anhaftet. Außerdem entfernt der dort tätige Mitarbeiter überstehende Metallteile. „Die abzusaugende Luft enthält daher Wasser, klebrige Schlichtepartikel sowie Metallstäube − und das, je nach Arbeitsgang, in unterschiedlicher Zusammensetzung“, erläutert Peine, der selber gelernter Gießereitechniker ist. „Wir lösten die Anforderung mit unseren VARIO-Abscheidern mit feuchtigkeitsunempfindlichen Starrkörperfiltern, die durch Druckluftimpulse regelmäßig abgereinigt werden.“ Das Erfassungselement ist in die Wand integriert. Schlitze über die gesamte Wandbreite ziehen die Luft schnell ein. Danach verlangsamt sich der Luftstrom. Ein Großteil der enthaltenen Feuchtigkeit schlägt sich in Form von Tropfen an dafür vorgesehenen Blechen nieder und verlässt die Anlage durch einen Abfluss. „Hat die Luft dann den Filter passiert, kann sie in den Raum zurückgeführt werden“, berichtet Peine. „Die Rückführung lässt sich stufenlos regeln. Da die Reinluft nach wie vor recht viel Feuchtigkeit besitzt, ist es nämlich möglich, dass phasenweise die Luftfeuchtigkeit in der Kabine unangenehm wird und der Mitarbeiter die Luftrückführung drosseln möchte.“

MMG wirbt mit der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit seiner Schiffspropeller. Damit sie diesem Anspruch genügen können, muss die eingesetzte Produktionstechnik diesen Anforderungen ebenso gerecht werden: „Uns ist es wichtig, Anlagen einzusetzen, die dem Stand der Technik entsprechen, die uns helfen, Energie zu sparen, die unsere Arbeitsprozesse möglichst störungsfrei unterstützen und die zu guten Arbeitsbedingungen in unserem Unternehmen beitragen“, fasst Uwe Hemmann die Entscheidung für die Absauganlagen von Keller Lufttechnik zusammen. <

Kontakt: Thomas Peine
Fon: +49 7021 574-256
E-Mail: pt@kl-direkt.de

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High-Tech Kunststoffe schonen Geldbeutel und Klima

Einer der größten Vorteile von Kunststoff ist, dass es vielfach das schwerere Metall ersetzen kann – und damit beispielsweise Autos deutlich leichter macht. Die DuBay Polymer GmbH betreibt eine der
Hightech-Kunststoffe werden meist in Granulatform an die Kunden geliefert.
weltweit größten Anlagen für die Produktion von High-Tech Kunststoffen. Beim Veredelungsprozess, der sogenannten Compoundierung, entstehen verschiedene Stäube und Dämpfe, die zuverlässig abgeschieden werden müssen, um eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen.


Im westfälischen Hamm-Uentrop stellt die DuBay Polymer GmbH jährlich bis zu 80.000 Tonnen Poly­butylenterephthalat (PBT) her. Das Polymer dient als Ausgangsmaterial für Premium-Kunststoffe, die aufgrund ihrer flexiblen Eigenschaften in zahlreichen Industrien zur Anwendung kommen. DuBay wurde 2001 als Produktions-Joint Venture des Spezial­chemie-Konzerns LANXESS und des US-Chemiekonzerns DuPont gegründet und ist in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Trend geht hin zum leichteren Kunststoff
Ein Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Trend, Metalle durch haltbare und vielseitige Hochleistungs-Kunststoffe auszutauschen oder beide Materialien im Verbund (Hybridtechnologie) zu verwenden. „Ein Vorteil von Kunststoffen gegenüber Metall ist, dass sie Bauteile leichter machen und so für einen geringeren Kraftstoffverbrauch, weniger Kosten für den Autofahrer und einen reduzierten CO2-Ausstoß sorgen. Ein deutlicher Gewinn für den Geldbeutel und fürs Klima“, betont Verfahrens­ingenieur Michael Pasch, der bei DuBay für die Compoundier-Anlage zuständig ist. Durch die Zugabe von Füllstoffen, Fasern und anderen Additiven erhält das Polymer PBT in einer solchen Ver­edel­ungs­anlage gezielt bestimmte Eigenschaften. DuBay-Beschäftigte machen die Kunststoffe dort beispielsweise so robust, dass sie für Bauteile einsetzbar sind, die dauerhaft starke statische Belastungen aus­halten müssen: zum Beispiel Scharniere, Gehäuse, Trittstufen oder Einstiegshilfen. „Wegen ihrer Hitzebeständigkeit verbauen Automobilzulieferer diese Kunststoffe auch in Elementen, die hohen Temperaturen widerstehen müssen, etwa Scheinwerfer­rahmen“, beschreibt Pasch einen weiteren Anwendungsbereich.

DuBay vertraut bei Produktionserweiterung zweigleisiger Absaugtechnik
Anfang 2012 hat das Unternehmen eine zweite Compoundier-Anlage in Betrieb genommen und damit seine Kapazität für hochwertige Kunststoffe verdoppelt. Bei der Planung äußerten die Anlagen-Bediener Verbesserungswünsche zur bestehenden Absaugung, da diese mit umständlichem Handling verbunden war. Die entscheidende Empfehlung kam daraufhin vom Mutterkonzern Lanxess, der seit Jahren gute Erfahrungen mit den Abscheidern von Keller Lufttechnik macht, vor allem bei der Veredelung von Kunststoffen.

Die Anforderungen von Michael Pasch und seinen Kollegen deckten sich mit der zweigleisigen Filtertechnik, die Keller bei der Compoundierung einsetzt. „Wir scheiden die trockenen Stäube, die beim Wiegen, Mischen und Zugeben der Zuschlagsstoffe entstehen über einen Trockenabscheider ab, die klebrigen Aerosole, die beim Extrudieren entweichen, erfassen wir über einen Nassabscheider“, erklärt Mario Borst, Projektverantwortlicher im Vertrieb von Keller Lufttechnik.

Weniger Schlamm macht Entsorgung einfacher und günstiger
Bei der Abscheidung von klebrigen Partikeln besteht oft die Gefahr von Anbackungen und Bränden in der Rohrleitung. Um dem entgegen­zuwirken, setzt Keller direkt an der Erfassungsstelle über dem Extruder Sprühdüsen ein, die die Rohgasleitung über den gesamten Querschnitt mit Wasser bespülen. „Dabei wird durch Verdampfungskühlung ein Temperatursprung verursacht, der wiederum Hochsieder zur Kondensation bringt“, erwähnt Mario Borst einen positiven Nebeneffekt. Die anschließende Nassabscheidung entfernt sowohl flüssige als auch feste Partikel aus dem Abluftstrom und trennt sie in einem Sedi­mentationsbecken vom Waschwasser. Der dabei entstehende Schlamm wird über einen Schlamm­räumer automatisch und kontinuierlich ausgetragen und fällt in einen nebenstehenden Entsorgungscontainer. „Wir sind froh, den Schlamm bei dieser Anlage nicht mehr ständig von Hand aus den Entsorgungseimern entfernen zu müssen – das Handling ist nun deutlich einfacher und eine Reinigung kaum notwendig“, so Pasch. „Die Tatsache, dass die an den Mischbühnen entstehenden Stäube über einen separaten Trockenabscheider gefahren werden, reduziert zudem die anfallende Schlamm-Menge im Nassabscheider. Das macht die Entsorgung noch einfacher und zudem erheblich günstiger.“

„Die Absaugung funktioniert reibungslos, eine Kontrolle ist quasi nicht nötig.“
Michael Pasch, Verfahrensingenieur bei der DuBay Polymer GmbH


Auch der Trockenabscheider fällt unter die Kategorie „wartungsarm“. Die Abreinigung der Filterelemente erfolgt automatisch differenzdruck- oder zeitintervallgesteuert. Gefüllte Entsorgungsbehälter lassen sich während des Betriebs der Anlage entleeren. Eine Füllstandsüberwachung zeigt dem zuständigen Mitarbeiter – in der Regel im Abstand von einigen Wochen − an, dass der Eimer entleert werden kann.

Trockenabscheidung muss ATEX-Richtlinien erfüllen
Trocken- und Nassabscheidung bei der Compoundierung
Für den Betrieb einer Compoundier-Anlage gelten die Anforderungen der sogenannten ATEX-Richtlinien (Explosionsschutz-Richtlinien der Europäischen Union). Der Trockenabscheider VARIO ist daher mit einem hochwertigen Druckentlastungsventil ausgestattet, das im unwahrscheinlichen Fall einer Explosion die entstehende Energie flammenlos absorbiert. Eine von Keller entwickelte und patentierte Rückschlagklappe verhindert das Übergreifen von Druckwelle und Flammfront auf den Arbeitsraum.

Die Verantwortlichen von DuBay legten großen Wert auf die Explosionsschutzmaß­nahmen, denn das Thema Arbeitssicherheit genießt im Unternehmen einen hohen Stellen­wert. Am Haupteingang weist eine große Infotafel mit dem Slogan „Mit SICHERHEIT erfolgreich in die Zukunft“ auf die eindrucksvolle Zahl von über 500 Tagen ohne Arbeitsunfall hin.

Zuverlässige Filtertechnik sorgt für sehr hohe Anlagenverfügbarkeit
Michael Pasch und seine Kollegen steuern und überwachen die Compoundier-Anlage aus ihrem Leitstand heraus. Eine Vielzahl an Monitoren und Anzeigen helfen dabei. „Wir gehen eigentlich nur raus, wenn eine Störmeldung erfolgt und das ist sehr selten der Fall“, berichtet Michael Pasch zufrieden. Die hohe Verfügbarkeit der Anlage erleichtert nicht nur die Arbeit der Bediener, sondern sorgt auch für die Einhaltung der hohen Produktionsrate. „Die Absaugung funktioniert reibungslos, eine Kontrolle ist quasi nicht nötig“, ergänzt Pasch.
Auf die Frage, ob man bei der eventuellen Anschaffung einer dritten Compoundier-Anlage erneut auf Keller bauen würde, meinte Michael Pasch: „Keller ist, was die Filtertechnik angeht einen Schritt voraus. Klar kämen die wieder zum Zuge“. <

Kontakt: Mario Borst
Fon: +49 7021 574-203
E-Mail: bom@kl-direkt.de

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AERO Single – Keller Lufttechnik vervollständigt Gerätebaureihe

Unternehmen, die nach einer Lösung suchen, um Öl- und Emulsionsnebel an einer einzelnen Maschine zuverlässig absaugen zu lassen, bekommen jetzt bei Keller Lufttechnik den bewährten Abscheider AERO auch in einer passenden, kleinen Ausführung mit einer Nennluftmenge von bis zu 2.500 Kubikmetern pro Stunde. Seine Wartungsarmut, eine mögliche Umluftführung und den energiesparenden Betrieb hat der Neuling mit den anderen Geräten der Baureihe gemeinsam.

Überall dort, wo in der Metallbearbeitung Kühlschmierstoffe (KSS) oder Schneid- und Bearbeitungsöle zum Einsatz kommen, sind Abscheideanlagen gefragt, die entstehende Emulsions- bzw. Ölnebel zuverlässig wieder aus der Luft entfernen. Der Abscheider AERO ist für diese Aufgabe mit seinen Feinfaserpatronen MICOS-P bestens gerüstet. „Die Geräte filtern so gut, dass in vielen Fällen eine Rückführung der gereinigten Luft in den Raum möglich ist. Das spart teure Heizkosten“, berichtet Marcus Kraus von Keller Lufttechnik. Im Betrieb machen
sich außerdem die langen Standzeiten der Filter, die 15.000 Stunden und mehr problemlos im Einsatz sein können, bezahlt. „In zehn Jahren dreimal den Filter zu wechseln, ist ein sehr überschaubarer Aufwand“, findet der Experte.

Stehende Bauweise macht Abscheideprozess energieeffizienter
Bislang gab es den AERO in den Baugrößen 1, 2 und 3 für Luftvolumenströme zwischen 4.000 und 12.500 Kubikmetern pro Stunde. Jetzt ist ein kleineres Gerät, der AERO Single, dazu gekommen. „Mit einer Nennluftmenge von bis zu 2.500 Kubikmetern pro Stunde eignet er sich, um an ein bis zwei Maschinen abzusaugen und die Luft zu reinigen“, erläutert Kraus. Wie bei den anderen AERO-Anlagen auch, handelt es sich um ein stehendes Gerät. „Mit dieser Bauweise“, so der Fachmann, „machen wir uns die Schwerkraft der Erde für den Abscheideprozess zu Nutze. Dadurch erreichen wir einen konstant hohen Abscheidegrad, bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch.“

Ideal zum Nachrüsten
Für den AERO Single entscheiden sich zum Beispiel Unternehmen, die eine zusätzliche Bearbeitungsmaschine in einer bestehenden Halle nachrüsten. Vielfach lässt sich die neue Maschine nicht mit an vorhandene Abscheider anschließen, weil diese bereits maximal ausgelastet sind. Dann ist eine neue Einzelanlage sinnvoll.

Mit AERO Singles dezentrale Abscheidelösungen umsetzen
„Auch für Betriebe, die eine komplett neue Halle planen, kann eine jeweils auf die einzelne Maschine bezogene Absaugung mit AERO Singles eine gute Option sein. Eine solche dezentrale Lösung ist flexibler und bietet eine höhere Prozess­sicherheit“, erläutert Kraus. Bei unter acht abzusaugenden Maschinen sei sie zudem meist wirtschaftlicher. Bei einem größeren Maschinenpark rechne sich normalerweise eher eine zentrale Absauganlage. „Wir beraten unseren Kunden gerne, welche Varianten für sie in Frage kommen, welche Form langfristig die günstigste ist und welche den Anforderungen im Einzelfall am besten genügt.“ <

Kontakt: Marcus Kraus
Fon: +49 7021 574-158
E-Mail: kra@kl-direkt.de

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Die Rückschlagklappe ProFlap verhindert das Übergreifen von Explosionsdruck- und Flamme auf den Arbeitsraum.


Explosionsgefahr? – Keller Lufttechnik informiert über Schutzmaßnahmen

Mit einer eigenen Website gibt Keller Lufttechnik Kunden und Interessierten jetzt ausführlich Einblick in ein häufig vernachlässigtes Thema: Explosionsschutz bei der Absaugung von Stäuben. Unter www.exschutz.net gibt es fundiertes Fachwissen und ein Video unter anderem zu rechtlichen Vorgaben und Ex-Schutz-Konzepten. LUFTREIN informiert über die mögliche Explosionsgefahr und berichtet, wie Unternehmen dieses Thema am besten angehen und im Ernstfall für ausreichenden Schutz sorgen.

„Das kann in unserer Produktion nicht vorkommen, glauben viele Unternehmer, wenn es anderswo krachte“, berichtet Jens Kuhn, Qualitätsleiter bei Keller Lufttechnik. Dabei sind viele in Herstellungsprozessen anfallende organische, metallische oder Lackier- und Sprüh-Stäube in einer bestimmten Konzentration explosionsfähig. Je feiner die Stäube sind, desto größer ist ihre Oberfläche. Damit steigt das Explosionsrisiko. Auch zahlreiche Stoffe, die in festem Zustand als unbrennbar gelten, bilden in dieser Form einen Ge­fahren­­­­­herd. Wenn eine Zünd­quelle dazukommt, können sie „in die Luft gehen“. Im Schadensfall und bei Prüfungen durch Gewerbeaufsicht oder Berufsgenossenschaft muss der Betreiber entsprechender Maschinen und Anlagen daher ein sogenanntes Explosionsschutzdokument vorweisen können. Damit belegt er, dass er explosionsgefährdete Bereiche identifiziert und geeignete Maßnahmen umgesetzt hat, um eine Explosionen zu vermeiden oder sie zu beherrschen.

Klären: Sind Stäube ex-gefährdet?
„Explosionen sind zwar selten, aber wenn etwas passiert, steht ein Unternehmen gemäß der Betreiber-Richtlinie ATEX 137 voll in der Verantwortung. Geschäftsführungen sollten sich für diesen Fall ausreichend absichern“, sagt Jens Kuhn. „Wir beraten und begleiten sie dabei.“ Wer sich unsicher ist, ob im eigenen Unternehmen „Ex-Atmosphären“ auf­treten können, kann Stäube an Keller Lufttechnik schicken und untersuchen lassen, ob die Stoffe explosionsfähig sind. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt es sich, gemeinsam mit den Fachleuten bei Keller Lufttechnik folgende Fragen zu beantworten, um zu geeigneten Schutzmaßnahmen zu finden:

Lässt sich eine Ex-Atmosphäre vermeiden?
Eine explosionsfähige Atmosphäre ist nur da gegeben, wo Staub aufgewirbelt wird, sich mit Luft vermischt und eine bestimmte Staubkonzentration vorliegt. Das kann zum Beispiel beim Abreinigen der Filter in einem Trockenabscheider der Fall sein. Käme ein Nassabscheider zum Einsatz, entstünde eine solche Atmos­phäre nicht. Da Trocken­abscheider in den meisten Fällen jedoch deutliche Vorteile haben und effektiver abscheiden, kommt für manche Betreiber der Einsatz eines Nassabscheiders nicht in Frage. Auch der Einsatz eines nicht brennbaren Filterhilfsstoffs reicht zumeist nicht, um eine Ex-Atmosphäre auszuschließen, da in manchen Fällen bereits ein Anteil von zehn Prozent explo­sionsfähiger Fein­stäube genügt, um eine solche Atmosphäre herzustellen. Der Einsatz einer Gas-Inertisierung mit Stickstoff oder CO2 ist in größerem Maße zumeist unwirtschaftlich, da bei Absauganlagen in der Regel kein geschlossener Kreislauf möglich ist.

Muss die Frage, ob es möglich und sinnvoll ist, eine Ex-Atmosphäre zu vermeiden, daher mit „nein“ beantwortet werden, gilt es folgende Frage zu beantworten:

Können Zündquellen ausgeschlossen werden?
„Unsere Filteranlagen bei Ex-Anwendungen sind nach der euro­päischen ATEX-Richtlinie zündquellenfrei ausgeführt“, berichtet Jens Kuhn. Zündquellen, zum Beispiel heiße Metallspäne, die bei der Bearbeitung entstehen, könnten jedoch mit abgesaugt werden. Gibt es solche mögliche Zündquellen nicht, sind keine zusätzlichen Schutzmaß­nahmen nötig. Lassen sie sich jedoch nicht ausschließen, stellt sich die Frage:

Welche konstruktiven Schutzmaßnahmen gibt es?
Könnte es theoretisch zu einer Explosion kommen, sollte eine Anlage so gebaut sein, dass Personen im Ernstfall nicht gefährdet sind. Folgende Maßnahmen kommen dafür in Frage:
  • Explosionsdruckstoßfeste oder explosionsdruckfeste Bauweise: Behälter sind so gebaut, dass sie zusammen mit Maßnahmen zur Druckentlastung eine Explosion überstehen. Im Falle einer explosionsdruckfesten Bauweise kommt es dabei noch nicht einmal zu Verformungen.
  • Druckentlastung durch Berstscheiben: Bei Anlagen, die im Freien oder an einer Hallenaußenwand stehen, wird der Explosionsüberdruck definiert über die Berstscheiben entlastet. Es können dabei Flammen und Stäube austreten, so dass ein Sicherheitsabstand zu beachten ist.
  • Flammenlose Druckentlastung: Eine Druckentlastungseinrichtung leitet den Druck ab und ein metallischer Flammenfilter mit großer Oberfläche absorbiert dabei Flammen und Hitze.
  • Unterdrückung der Explosion: Ein Detektor erkennt den bei der Explosion ansteigenden Druck im Filtergehäuse und leitet Löschmittel ein.
  • Entkoppelung von Rein- und Rohgasleitungen sowie Staubsammelbehältern: Diese Maßnahme verhindert eine Flammen- und Explosionsübertragung in andere Anlagenbereiche, auf Bearbeitungsmaschinen bzw. die Halle.

„Welche Maßnahmen im Einzelfall wie kombiniert werden, hängt unter anderem davon ab, wo eine Anlage steht und wie hoch das Risiko ist, dass es zu einem Vorfall kommt“, sagt Jens Kuhn. „Gerne beraten wir unsere Kunden, welche Maßnahmen in ihrem Fall geeignet sind.“

Website fasst Ex-Schutz-Wissen zusammen
Auf der neuen Website www.exschutz.net von Keller Lufttechnik können sich Interessierte Grundwissen über Explosionen aneignen, sich über die europäischen ATEX-Normen und -Richtlinien informieren sowie Explosions- und Brandschutzmaßnahmen kennenlernen. Viele Fotos sowie ein Video machen die Ausführungen anschaulich. <

Kontakt: Jens Kuhn
Fon: +49 7021 574-344
E-Mail: jk@kl-direkt.de

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Schaubild zur Auswahl von Explosionsschutzmaßnahmen

Keller USA Inc., Fort Mill | USA




Von der „One-Man-Show“ zur erfolgreichen Tochtergesellschaft

1998 gründete Keller Lufttechnik die Tochtergesellschaft Keller USA Inc. in Connecticut. Sie sollte einem großen amerikanischen Kunden eine Repräsentanz und einen Service-Stützpunkt bieten. Jeff Zullo,
Das neue Firmengebäude in South Carolina.
heute Executive Vice President von Keller USA Inc., war nicht nur Mann der ersten Stunde, sondern anfangs auch der Einzige, der das kleine Büro in Litchfield nutzte.


Mittlerweile ist Keller USA deutlich gewachsen und besitzt seit letztem Jahr ein eigenes Gebäude in South Carolina. Der Standort in Fort Mill im Großraum Charlotte bietet mit 1.500 Quadratmetern Büro- und Lagerfläche viel Platz für das mittlerweile zehn-köpfige Team sowie die Möglichkeit, weiter zu wachsen. „Wir haben unsere Präsenz in den USA ausgebaut, um auch unseren Kundenstamm zu erweitern. Wir befinden uns jetzt in einer strategisch günstigen Position. Von hier aus können wir Kunden in ganz Nordamerika sehr gut bedienen“, so Jeff Zullo.

2012: umsatzstark und ereignisreich
2012 − für Keller USA ein arbeitsintensives Jahr mit neuem Umsatzrekord. Gleichzeitig meisterte das Team den Umzug von Connecticut in das rund 1.200 Kilometer entfernte South Carolina − eine echte Herausforderung. Bereits im Juli letzten Jahres feierte
die Belegschaft die Einweihung des neuen Standorts.

US-Geschäft boomt
Die US-Wirtschaft erholt sich zunehmend von der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das spürt auch Keller USA. „Im letzten Jahr steigerten wir unseren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Der Umsatz stieg sogar um 40 Prozent“, berichtet Nick Herfurth, Vice President of Sales & Operation bei Keller USA. Entsprechend intensiv ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Deutschland. 42 Container mit unterschiedlichen Abscheidern und Komponenten verließen vergangenes Jahr das Stammhaus in Richtung Nordamerika. Unter den US-Kunden sind namhafte Automobil- und Maschinenhersteller. Viele von ihnen nahmen die deutsche Filtertechnik in ihre Spezifikationen auf und machten sie so weltweit zum Standard in ihren Betrieben − auch für Werke zum Beispiel in China, Indien oder Brasilien.

Das trägt zum weiteren Wachstum von Keller USA bei. Der neue Standort in Fort Mill bietet die passenden Rahmenbedingungen dafür. <

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Keller Lufttechnik AG, St. Gallen | Schweiz




Reine Luft bei der Sandsteinverarbeitung

Beim Schneiden und Schleifen von Sandstein entsteht viel feiner Quarzstaub. Das schweizer Unternehmen Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG aus Buchen-Staad investierte daher in Filteranlagen von Keller Lufttechnik. Sie entfernen die stark gesundheitsbelastenden Verunreinigungen so effektiv, dass die saubere, bereits erwärmte Luft im Winter heizkostensparend in die Halle zurückgeführt werden kann − ein großes Plus für die Gesundheit der Beschäftigten sowie für die Umwelt.

Die Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG aus Buchen-Staad ist ein Unternehmen mit Tradition: Vor über 100 Jahren begann der Urgrossvater von Hansjakob Bärlocher, dem heutigen Firmeninhaber, mit dem Abbau von Rorschacher Sandstein. Heute arbeiten rund vierzig Mitarbeiter im Abbau, in der Verarbeitung, auf den verschiedenen Baustellen sowie im Büro. Aus den Steinen entstehen zum Beispiel Bodenbeläge, Treppen oder Sitzbänke. Die Bearbeitung von Sandstein birgt allerdings Gefahren. Das Naturmaterial besteht überwiegend aus Quarz. Beim Schleifen und Schneiden entsteht feiner Staub, der gesundheitsgefährdend ist und nicht in die Atemwege gelangen sollte. „Die Reinheit der Luft im Arbeitsraum ist wichtig für die Qualität der Arbeit, aber noch wichtiger für die Gesundheit der Beschäftigten“, erklärt Hansjakob Bärlocher. „Darum hatten wir mehrere Anlagenhersteller angefragt, um eine Technik zu finden, die den Schleifstaub sehr wirkungsvoll und zuverlässig absaugt.“

Staubabsaugung von Keller Lufttechnik
Bärlocher entschied sich schließlich für eine Absauganlage von Keller Lufttechnik AG. Die fachkundige Beratung, die praxiserprobte Technik sowie die Möglichkeit, die gereinigte Luft in den Raum zurückzuführen, gaben den Ausschlag. „Wir wollten eine zuverlässige, qualitativ hochwertige Anlage und Keller Lufttechnik hat uns überzeugt.“
Insgesamt installierte das Unternehmen sechs Arbeitskabinen mit pneumatischem Schiebedach, in die die schweren Sandsteinblöcke mit Hilfe eines Krans eingebracht und bearbeitet werden. Die Absaugung für den Schleifstaub ist in die Rückwand der Kabine integriert. „Wir haben die Mitarbeiter von Bärlocher darauf hingewiesen, immer in Richtung der Luftströmung, also hin zur Absaugwand, zu schleifen. So ist die Staub­erfassung am wirkungsvollsten“, erklärt Andreas Hüttinger, Geschäftsführer der Keller Lufttechnik AG in St. Gallen.

Saubere Luft zurückführen – Heizkosten sparen
Über Rohrleitungen wird die abgesaugte Luft in ein Filtermodul geführt, das sich außerhalb des Gebäudes geschützt unter einem Dach befindet. Die durch Textilfilter gereinigte Luft ist so sauber, dass sie im Winter direkt in den Arbeitsraum zurückgeführt werden kann. Die Anlage ist mittlerweile seit einem Jahr im Einsatz und Hansjakob Bärlocher ist zufrieden: „Die Investition hat sich gelohnt und die Anlage läuft reibungslos. Einschalten und gelegentlich den Staubsammelbehälter leeren – mehr ist nicht zu tun. Außerdem spart die Reinluftrückführung im Winter bares Geld.“

Am meisten bezahlt macht sich die Investition jedoch für die Beschäftigten von Bärlocher und die Umwelt. <

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Mit verstärktem Team Mensch und Umwelt schützen
Neue Gesichter bei der Keller Lufttechnik AG: Anne Gehlhaar und Andreas Kälin verstärken das Team um Geschäftsführer Andreas Hüttinger und Projektleiter Edi Kriemler. Anne Gehlhaar ist für Verkaufsinnendienst und Marketing zuständig, Andreas Kälin für die technische Projekt­abwicklung. Das neu formierte Team steht Kunden in der Schweiz zur Verfügung, wenn es gilt, die in der Luftreinhalteverordnung (LRV) festgelegten Grenzwerte zum Schutz der Umwelt sowie die Vorschriften der SUVA, die gesundheitliche Sicherheit am Arbeits­platz gewährleistet, einzuhalten.



Keller Environmental Equipment (Shanghai) Co., Ltd. | China




Dicke Luft in China

Chinesische Großstädte drohen im Smog zu ersticken. Jetzt reagiert die Regierung mit einem Programm zur Verbesserung der Luftqualität. Industrieunternehmen sollen Energieverbrauch und Emissionen senken. Für die Umsetzung wenden sich viele von ihnen an Keller Environmental Equipment (Shanghai) Co., Ltd., eine Tochter von Keller Lufttechnik.

Die Bilder wirken fast ein wenig verträumt, wären sie nicht einem todernsten Umstand geschuldet: In vielen chinesischen Städten werden seit Langem die Grenzwerte für Feinstaub deutlich überschritten. Mehr als 800 Millionen
In vielen chinesischen Städten, wie hier in Shanghai, werden seit Langem die Grenzwerte für Feinstaub deutlich überschritten.
Menschen sollen vom Smog betroffen sein. Eine traurige Folge ist die massiv angestiegene Rate von Krebserkrankungen. Inzwischen gehen etwa 15 Prozent aller Todes­fälle auf Atemwegserkrankungen zurück. Zum einen belastet die Zunahme an Kraftfahr­zeugen Chinas Umweltbilanz immer stärker. Allein auf Beijings Straßen sollen fünf Millionen PKW unterwegs sein – Tendenz steigend. Zum anderen aber geht der Hauptteil der Luftverschmutzung, nämlich circa 70 Prozent, auf das Konto der gewaltigen chinesischen Industrieproduktion. Sie basiert vor allen Dingen auf dem problematischen Energieträger Kohle. 50 Prozent der weltweiten Kohle-Förderung erfolgt im Reich der Mitte. „Die schlechte Luftqualität in China ist jedoch kein unbeachtetes Rand­thema mehr. Seit Anfang des Jahres ist das Umwelt­interesse deutlich gestiegen, sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch in Regierungskreisen“, erklärt Sven Gottelt, der die chinesische Tochtergesellschaft von Keller Lufttechnik, Environmental Equipment (Shanghai) Co., Ltd., leitet.
Die chinesische Regierung hat bereits Ziele definiert: Ab 2015 sollen die Feinstaubwerte pro Jahr um jeweils sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken. Außerdem ist die kontinuierliche Umstellung der Industrieproduktion geplant – Energieverbrauch und Emissionen sollen um fünf Prozent reduziert werden.
Hier kommt das Team der Keller Environmental Equipment (Shanghai) Co., Ltd. ins Spiel: Die Absaug- und Filteranlagen helfen den Industrie­unternehmen, Prozess-Emissionen zuverlässig abzusaugen und abzuscheiden. Nur so können sie die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten, die Arbeitssicherheit der Beschäftigten gewährleisten und die Umwelt entlasten.

Die steigende Nachfrage belegt: Viele chinesische Unternehmen bauen auf die Filtertechnik „Made in Germany“. Mit dem Markt wächst auch Keller Environmental Equipment. 2011 fing der Betrieb, der aus dem seit 2004 bestehenden Shanghai Representative Office hervorging, mit vier Angestellten an. Heute gehören zwölf Mitarbeiter zum Keller-Team in Shanghai. Kunden sind unter anderem namhafte Unternehmen aus der Automobil- und -zuliefererindustrie. Aktuell bearbeitet Keller in China einen Großauftrag mit 45 Filter­einheiten für eine Lackieranlage.

„Unser Geschäft in China wird sich weiter entwickeln und Luftreinhaltung zum Schutze der Umwelt und der Menschen wird weiter an Bedeutung gewinnen, denn nur so kann das Land langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich bleiben“, so Sven Gottelt. <

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Das Keller-Team in Shanghai


Der Kunde bestätigt den Service-Einsatz mit seiner Unterschrift auf einem Unterschriften-Pad.


Keller-Service geht online!

Servicechecklisten mit den aufgenommenen Anlagenwerten, Dienstleistungs-Nachweise und Ergebnisse von Dust-Trak-Messungen: Nach der Prüfung der Anlagen gibt es viel Schreibarbeit für die Service-Techniker von Keller Lufttechnik. Papier-Formulare gehören dabei inzwischen der Vergangenheit an. Heute klappen die Techniker ihren Laptop auf und übermitteln die Daten online. Kunden und Mitarbeiter schätzen das neue System gleichermaßen.

Seit Sommer 2012 arbeiten die zwölf Service-Techniker, die für Keller Lufttechnik deutschlandweit im Einsatz sind, mit neuer Informations- und Kommunikationstechnik. Früher saßen sie, nachdem sie die Anlagen inspiziert hatten, beim Kunden über Check­listen mit drei Durchschlägen, die sie mit der Hand ausfüllten. Heute loggen sich die Techniker über das Internet auf dem Keller-Server ein und erstellen die benötigten Unterlagen und Prüfprotokolle digital auf ihren Laptops. Sind die Dokumente fertiggestellt, sendet der Mitarbeiter sie im pdf-Format an den Kunden. „Unsere Auftraggeber schätzen das Verfahren. So haben sie sofort alle Unterlagen gut lesbar vorliegen, können sie direkt an interessierte Stellen im Hause weiterleiten und elektronisch archivieren“, berichtet Torsten Messerschmidt, Leiter des After-Sales Service bei Keller Lufttechnik. Dass der Service-Techniker seinen Auftrag ausgeführt hat, bestätigt der Kunde über eine Unterschrift auf einem Unterschriften-Pad, wie es zum Beispiel auch Paketzusteller benutzen. „Die Technik speichert die geleistete Unterschrift aus Sicherheitsgründen automatisch mit Datums- und Uhrzeitstempel. Das unterschriebene Arbeits­protokoll wird mit Schreibschutz versehen und kann nicht mehr verändert werden.“

Vereinfachte Abläufe in der Zentrale
Auch in der Keller Lufttechnik-Zentrale in Kirchheim unter Teck bei Stuttgart vereinfacht die Neuerung die Abläufe erheblich. „Früher kamen alle Berichte und Prüfprotokolle am Ende der Woche gesammelt hier an. Die Daten wurden dann von Montag bis Mittwoch erst einmal aufwändig − zum Teil mehrmals an unterschiedlichen Stellen − in unser System eingegeben. Heute läuft das automatisch und ist tagesaktuell“, berichtet Torsten Messerschmidt. „Wenn sich Kunden im Anschluss an den Service-Einsatz hier melden und nachfragen, können wir sofort kompetent antworten. Alle Messergebnisse und Prüfberichte liegen uns ja bereits vor.“ Fordert ein Kunde den Service-Techniker an, erhält er die Auftragsbestätigung deutlich schneller als früher: Das Team konnte durch das neue System die Bearbeitungszeit bis zur Anlage des Auftrages von vorher durchschnittlich fünf bis sechs Tagen auf knapp über einen Tag reduzieren. „Allerdings sind auch unsere Rechnungen schneller beim Kunden“, lacht Torsten Messerschmidt. „Wir verringerten die Zeit zwischen Termin vor Ort und Faktura von sieben auf drei Tage.“

Erfahrungen sind positiv
Kunden sowie Außen- und Innendienstmitarbeiter bei Keller Lufttechnik sind gleichermaßen zufrieden mit dem neuen System. „Nur in seltenen Fällen – wenn es beim Kunden vor Ort keine Online-Verbindung gibt – müssen wir ein wenig auf die Unterlagen warten“, berichtet der Abteilungsleiter. Langfristig ist sich Torsten Messerschmidt sicher, werden Kunden von Keller Lufttechnik von dieser Neuerung noch zusätzlich profitieren: „Wir können die vielen erfassten Messwerte heute für umfangreiche Auswertungen nutzen und dieses Wissen künftig bei der Konstruktion neuer Anlagen berücksichtigen.“ <

Kontakt: Torsten Messerschmidt
Fon: +49 7021 574-225
E-Mail: me@kl-direkt.de

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Die Walzengießerei Coswig in Sachsen.


Gießerei in Sachsen: Keller-Service für 23 Abscheider im Unternehmen

Die Walzengießerei Coswig, benannt nach ihrem Standort in Sachsen, verlässt sich bei der Wartung ihrer verschiedenen Abscheidean­lagen auf Keller Lufttechnik. Jürgen Friedrich, Leiter Technik bei der Walzengießerei Coswig, berichtete der LUFTREIN-Redaktion von der Zusammenarbeit.

Profilwalzen zur Herstellung von Schienen, Druck- und Presskolben sowie sogenannte Plunger, Handformgussteile für die Druckmaschinenindustrie sowie für Windenergieanlagen, den Mühlen- und Maschinenbau: Auf die Produktion solcher besonderer Stahlteile ist die Walzengießerei Coswig,
Auf die Produktion von Sonder-Stahlteilen ist die Walzengießerei Coswig spezialisiert.
ein Unternehmen der DIHAG Holding, in Coswig bei Dresden spezialisiert. Die Erzeugnisse gehen an Hersteller in der ganzen Welt. „Rund 250 Mitarbeiter fertigen die benötigten Artikel entsprechend den Wünschen unserer Kunden“, berichtet der Leiter Technik, Jürgen Friedrich.

Fast 20-jährige Zusammenarbeit mit Keller Lufttechnik
Die Geschäftsbeziehungen des über 100-jährigen sächsischen Traditionsbetriebs mit Keller Lufttechnik begannen 1994. „Wir haben damals unsere komplette Produktion umgestellt und neue Maschinen angeschafft“, erinnert sich Friedrich, der seinem Arbeitgeber bereits seit 36 Jahren die Treue hält. „Dazu benötigten wir die passenden Filter für die neuen Schmelz- und Formanlagen sowie für die Sand­wirtschaft und nahmen Kontakt zu Keller Lufttechnik auf.“ 2009 erweitere das Unternehmen die Produktion. Es kamen weitere Schmelzanlagen und entsprechende Abscheider dazu. Zwölf der heute 26 Filteranlagen bei der Walzengießerei Coswig führte Keller Lufttechnik aus.

Wartungsvertrag umfasst 23 Filtergeräte im Unternehmen
„Bereits seit 1997 haben wir einen Wartungs- und Instandhaltungsvertrag mit Keller Lufttechnik, der inzwischen 23 der Absauganlagen im Unternehmen umfasst“, berichtet der technische Leiter. „So haben wir nur einen Ansprechpartner. Das ist praktisch und erleichtert die Koordination.“ Es ist immer derselbe Service-Mitarbeiter, Andre Beyer von Keller Lufttechnik, der einmal im Jahr für sieben Werktage nach Coswig fährt. „Wir können ihn alleine losschicken, denn er weiß, wie hier alles organisiert ist, wo die Anlagen stehen und kennt sogar die Tücken und Schwachstellen, die sie im Laufe der Jahre entwickelt haben“, erläutert Friederich. Den Wartungsbesuch des Keller-Mitarbeiters legt die Gießerei in die jährliche Großreparaturzeit. „Dann steht unsere Produktion für 14 Tage still, die meisten Kollegen machen Urlaub. Für unser Technik-Team ist das jedoch die arbeitsintensivste Zeit des Jahres“, sagt Jürgen Friedrich. „Wir prüfen alle Maschinen auf Herz und Nieren und führen umfangreichere Reparaturen durch.“

Gute Instandhaltung sorgt für sehr hohe Anlagen­verfügbarkeit
Aufgrund der vorschriftsmäßigen Wartung und Instandhaltung ist die Verfügbarkeit aller Maschinen und auch der Absauganlagen sehr hoch. „An unerwartete Ausfälle der Absaugung kann ich mich nicht erinnern“, sagt Friedrich. Und das ist gut so, denn die Filtertechnik ist produktionsrelevant. „Ohne ordnungsgemäße Absaugung stünde die Produktion an der jeweiligen Stelle still. Durch die Schmelz- und Auspackprozesse müssen wir umfangreiche Luftmengen absaugen. An der größten Keller-Anlage sind das rund 49.000 Kubikmeter pro Stunde.“

DustTrak-Messung macht umweltkonformen Betrieb nachweisbar
Als besonders hilfreich bewertet Jürgen Friedrich die sogenannten DustTrak-Messungen, mit denen Keller-Service-Mitarbeiter Beyer den jeweiligen Staubgehalt der gereinigten Luft prüft. An einigen der Anlagen ist sie so rein, dass sie in die Halle zurückgeführt werden kann. An anderen Stellen entweicht sie als Abluft nach draußen. „In beiden Fällen müssen wir dem TÜV gegenüber nachweisen, dass der Reststaubgehalt festgelegte Grenzwerte nicht

„Uns ist es wichtig, auf allen Stufen unserer Produktion umweltgerecht zu fertigen. Keller Lufttechnik trägt dazu bei, dass wir dieses Ziel erreichen.“
Jürgen Friedrich, Leiter Technik bei der Walzengießerei Coswig


übersteigt“, erklärt Friedrich. Früher sei dies mittels einer Sichtkontrolle des Reingasraumes erfolgt. War dieser nicht verschmutzt und habe auch die Messung des Luftvolumenstromes keinen Anlass gegeben, einen Schaden in der Anlage zu vermuten, sei man davon ausgegangen, dass auch die Grenzwerte eingehalten würden. „Heute können wir das per DustTrak-
Jürgen Friedrich vor einer der Abscheideanlagen, für deren Instandhaltung der Technische Leiter zuständig ist.
Messung sicher feststellen“, erläutert der Leiter Technik. Auch der Wartungsvertrag mit der Firma Keller Lufttechnik belege dem TÜV, dass die Walzengießerei Coswig die Instandhaltung der Anlagen ernst nehme und sie ordnungsgemäß betreibe. Bereits seit 2005 belegt das Unternehmen mit einer freiwilligen Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001, dass es ihm wichtig ist, Umweltbelastungen so weit wie möglich zu reduzieren.

Kunde profitiert von optimierten Abläufen bei Keller Lufttechnik
Seit letztem Jahr freut sich Jürgen Friedrich über eine Neuerung beim Keller-Service: „Andre Beyer hat jetzt seinen Laptop dabei und erstellt die Prüfprotokolle noch bei uns vor Ort. Dadurch sind sie sofort verfügbar und liegen für unser Abschluss­ge­spräch in gedruckter Form vor“, berichtet der Kunde. „Auch Angebote für eventuell benötigte Ersatzteile bekomme ich jetzt ganz schnell auf den Tisch. Das schätze ich. Unsere Instandhaltungstruppe ist nach der Inspektion mit der Abarbeitung der Mängelliste beschäftigt und auf viele der Informationen sowie auf die schnelle Lieferung eventuell fehlender Teile angewiesen.“

„Uns ist es wichtig, auf allen Stufen unserer Produktion umweltgerecht zu fertigen. Keller Lufttechnik trägt dazu bei, dass wir dieses Ziel erreichen“, fasst Jürgen Friedrich zusammen. <

Kontakt: Torsten Messerschmidt
Fon: +49 7021 574-225
E-Mail: me@kl-direkt.de

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ÖKOPROFIT – Umweltschutz, der sich bezahlt macht

Das Label „Green Balance“ zeichnet Produkte von Keller Luftechnik aus, die einen besonderen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcen­schonung leisten. „Green Balance“ versteht die Unternehmensleitung jedoch auch als Selbstverpflichtung und schloss sich daher dem Projekt ÖKOPROFIT 2013 an.
Die Keller-Umweltpolizei: Ein Team aus Auszubildenden.
Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft mit dem Ziel, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen. Ökoprofit-Berater vermitteln in gemeinsamen Workshops und Vorortberatungen wie sich „Cleaner Production“ konkret umsetzen lässt. Der Fokus bei Keller Lufttechnik liegt auf dem sparsamen, bewussten Einsatz von Energie und Wasser sowie der Reduzierung der Abfallmengen. Im Rahmen des Projektes rief Keller Lufttechnik die Keller-Umweltpolizei ins Leben – ein Team aus Auszubildenden, das für die Sensibilisierung und Motivation der Mitarbeiter sorgen soll. Denn das Projekt kann nur dann erfolgreich sein, wenn sich jeder Einzelne täglich aktiv beteiligt und Verbesserungsideen einbringt. Ende des Jahres werden die Betriebe anhand eines Kriterienkatalogs geprüft und für ihre Leistungen ausgezeichnet. <


Neue Laseranlage – Keller setzt weiter auf TRUMPF

Ein Polizeiwagen auf dem Firmengelände verheisst eigentlich nichts Gutes. Bei Keller Lufttechnik war das im vergangenen Winter anders: Die Ordnungshüter begleiteten einen Schwertransporter, der die neue Laseranlage TruLaser 3040 vom Marktführer TRUMPF aus dem schwäbischen Ditzingen anlieferte. Keller Lufttechnik nutzte die ruhigeren Tage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel, um die alte Laseranlage, die an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen ist, abzubauen und eine neue zu montieren und in Betrieb zu nehmen. Die Mitarbeiter, die an der sehr bedienerfreundlichen neuen Anlage arbeiten, sind glücklich mit der Neuanschaffung. Aufgrund der sogenannten Einkopfstrategie der Anlage können sie sowohl Dünnblech als auch Dickblech mit dem gleichen Laserkopf bearbeiten. Der zeitaufwendige Wechsel entfällt. Das gleiche gilt für die Düsen, die, je nach Blechstärke, automatisch gewechselt und nicht von Hand ausgetauscht werden müssen. Die neue TruLaser 3040 läuft von Beginn an im Drei-Schicht-Betrieb und sorgt so für eine reibungslose Versorgung der nachgelagerten Fertigungsstufen mit Feinblechen für die Herstellung der verschiedenen Keller-Abscheider. <


Die neue Laseranlage vom Marktführer TRUMPF.





Keller-Service zieht um!

Das Servicegeschäft boomt. Entsprechend ist der Bereich des After-Sales Service bei Keller Lufttechnik in den letzten Jahren stetig gewachsen.
Der neue „Systembau“ für die Service-Mitarbeiter.
Vom Verwaltungsgebäude zog die Abteilung daher jetzt in einen eigenen Neubau. „Systembau“ nennt sich das Gebäude, das − in kürzester Zeit errichtet − keine Kompromisse in Bezug auf Komfort und Hochwertigkeit macht. Das bestätigen auch die Service-Mitarbeiter von Keller Lufttechnik, die sich über mehr Platz zum Arbeiten, eine besonders gute Akustik sowie eine optimale Raumaufteilung freuen. Der Umzug hat sich gelohnt! <


Stolze Azubiquote bei Keller Lufttechnik

24 Milliarden Euro will die EU investieren, um die teils hohe Jugendarbeitslosigkeit auf dem Kontinent zu verringern. Deutschland liegt mit einer Jugendarbeitslosenquote von knapp acht Prozent weit unter dem EU-Schnitt. Unternehmen wie Keller Lufttechnik tragen − sehr erfolgreich − ihren Teil dazu bei, jungen Menschen den Einstieg ins Berufs­leben zu ermöglichen. Mit den Neueinstellungen von Auszubildenden im Herbst 2013
Beim Azubiausflug hatten die Auszubildenden Gelegenheit sich untereinander auszutauschen.
steigt die Azubi-Quote bei Keller Lufttechnik auf knapp zehn Prozent. Das ist doppelt so hoch wie im Branchendurchschnitt. Um den Jugendlichen den Start zu erleichtern, erhalten sie bereits vor Ausbildungsbeginn die Möglichkeit, das Unternehmen und die späteren Kollegen kennen zu lernen. So fand kürzlich ein „Elternabend“ statt, bei dem die neuen Azubis und ihre Eltern Informationen über die anstehende Ausbildung bekamen und durch eine Betriebsführung einen ersten Eindruck vom Unternehmen erhielten. Bei Veranstaltungen wie dem Sommerfest, treffen die angehenden Azubis bereits ihre neuen Vorgesetzten und Kollegen. Ein Azubiausflug, bei dem GeoCaching und ein Abendessen auf dem Programm standen, bot ihnen Gelegenheit, sich mit den Auszubildenden der anderen Jahrgänge auszutauschen. So sind sie für den Karrierestart bei Keller Lufttechnik bestens vorbereitet. <

Herbert Zegg...

Verstärkung im Vertriebsgebiet Österreich: Herbert Zegg
...betreut seit Anfang des Jahres das Vertriebsgebiet Österreich und verstärkt damit die Vertriebsmannschaft von Keller Lufttechnik. Herbert Zegg betreibt ein „Technisches Büro für Verfahrenstechnik“ in Gratwein, im Norden von Graz in der Steiermark, und steht den Keller-Kunden als kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen und Planungen rund um Absaug- und Entstaubungssysteme zur Verfügung. <

Kontakt:
Technisches Büro für Verfahrenstechnik
Ing. Herbert Zegg
Am Grünanger 90
A-8112 Gratwein
Fon: +43 (664) 965 66 03
E-Mail: office@tb-verfahrenstechnik.at
Internet: www.tb-verfahrenstechnik.at


IMPRESSUM

LUFTREIN

Herausgeber:

Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG
Neue Weilheimer Straße 30
73230 Kirchheim unter Teck
Fon +49 7021 574-0
Fax +49 7021 52430
www.keller-lufttechnik.de


Koordination und verantwortlich für den Inhalt:
Michael Hack, Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG
Redaktion:
Eike Ostendorf-Servissoglou, eoscript
Michael Hack, Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG
Gestaltung:
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Design und Programmierung:
W.A.S.T. GmbH & Co. KG | www.wast.de
Dies ist die digitale Version des Kundenmagazins LUFTREIN Ausgabe 2013 von Keller Lufttechnik.
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